Die Zwei
Eine Choreografie von auf Blankfilm gezeichneten Linien, die vertikal durchlaufen und ihre horizontale Lage mehr oder weniger verändern. Die eine Linie verläuft relativ gerade, die andere zerspragelt sich ständig in zwei angedeutete Linien und tänzelt in dieser Dopplung um die Gerade herum. Bis sie (alle) am Ende fusionieren. Oder gilt es, diesen schlichten, symbolisch ergiebigen Ablauf, anders zu lesen? Stellt womöglich die zweite, gedoppelte Linie, die titelgebenden 2 dar, sind es also zwei dynamische Linien, die eine dritte umtanzen, die ihrerseits aber kein Teil der gezählten Menge ist, sondern als externe Referenzgröße fungiert? Da lässt sich viel hineinprojizieren, in diesen Film, der nicht zuletzt auch den Prozess der Projektion ausstellt, vielmehr: die 2 Projektionen – die psychisch-apparative und die technisch-apparative, und beide tanzen im Kino umeinander. (Drehli Robnik)
Die Zwei
1968 - 1973
Österreich
2 min