Stoned Vienna
Das Thema ist eine wortlose, aber nichts desto weniger kritische Betrachtung und Gegenüberstellung der historischen und der - damals - modernen Bauweise in Wien mit Zerfall, Zerstörung und Neugestaltung von Zweckbauten, der Schönheiten und der Hässlichkeiten einer alten Stadt und deren Pathos, und ihrer neuen Außenbezirke. Im zweiten Teil des Films wird eine Technik der Doppelbelichtung, das übereinander Legen von Farb-Negativ und -Positiv als eine Art Verklärung der Situation angewendet. (...)
Stoned Vienna ist etwa zur gleichen Zeit entstanden wie der Wienfilm 1896-1976 von Ernst Schmidt jr.. Daher gibt es auch etliche Parallelen dazu, die sich zufällig ergaben. Eine mehrfach belichtete Szene, die Wachspuppe Dolly, ein Symbol für den Umgang mit Wien, wurde Ernst Schmidt jr. für seinen Wienfilm als Beitrag zur Verfügung gestellt. (Moucle Blackout)
"Ein kritischer Film über Wiener Alt- und Neubauten, wobei Alt und Neu immer gegenüber gestellt werden, z.B. durch Vergleich altes Wohnhaus - Gemeindebau, Alte Hofburg - UNO-City, Kunsthistorisches Museum - Museum der Stadt Wien, etc. Es wird die Frage gestellt, ob Abbruch notwendig ist oder Renovierung die bessere Lösung darstellt. Daneben wird aber auch auf die Ästhetik mancher Neubauten eingegangen (Spiegelung alter Häuser in den Fenstern neuer)."
(Moucle Blackout, in Claudia Preschl (Hg.), Frauen und Film und Video Österreich, 1986)
Stoned Vienna
1976 - 1979
Österreich
20 min