Abstraktionen (Teil 1+2)
Farbfilm in drei, vier Kader schneller Montage. Straßenverkehr, ein Bus, Verpackungen, ein kleines Kind, geführt an einer Hand. Abstrakt, weil herausgelöst aus irgendwelchen Abläufen. Abstrakt ist dies auch, weil es sich einem reinen Muster annähert, und zwar sowohl durch die Bearbeitung des Materials – in Gestalt stellenweiser Farbspritzer und durchgehender Lochung – als auch in motivischer Hinsicht: Film-Leader, Verkehrszeichen, ein Gittermuster aus Maschendrahtzaun in mehreren Farben, verwischtes Bunt. Und auch die Tauschwertabstraktion der Warenökonomie zeigt ihr farbenfrohes Gesicht in Form von Logos – erkennbar, weil unverkennbar, eine Cola-Marke, sowie am Ende ein vermutlich modisches Produkt, vielleicht etwas für Filmamateur:innen, das ein auf den Kopf gestellter, sonnenbebrillter poppiger Mann mit der Kamera in hipper Streifenhose bewirbt. Oder ist die Schmalfilmkamera in seiner Hand doch nur ein Fön? Der Markenname lautet jedenfalls "More". Nach dem "Ende"-Titel kommt tatsächlich mehr, nämlich noch fünf Sekunden bespritzte und gelochte Abstraktion 2. Teil. Dieser Part endet mit einem auf 1967 datierten Werbeblatt für die Selbstklebefolie "d-c-fix". (Drehli Robnik)
Abstraktionen (Teil 1+2)
1968 - 1973
Österreich
1 min