Das Glück

Das Glück wird verfolgt als ein Selbstbildnis, so der Titelzusatz, im Spiegel des Wiener (Wurstel-)Praters, des Vergnügungsparks, den das Kino des Ernst Schmidt jr. immer wieder aufsucht. Eine halbe Minute schnelle Montage in Farbe, darunter klassische gendernormative Kleinbürger-Glücksikonen: ein Mädchen im weißen Kleid, das auf eine katholische Erstkommunion (mit in Wien früher traditionellem anschließendem Praterbesuch) schließen lässt; Daisy und Donald Duck und die drei Neffen von letzterem auf einem Display; der (mittlerweile musealisierte) Watschenmann, ein Kraftmess-Gerät, an dem Menschen – naja: Männer – ihr Glück und die Kraft ihrer von Frust-Stau getriebenen Fäuste versuchen konnten. Das Glück wird aber perfekt erst durch die Auflösung dieser Ikonen in grafisch-dynamische Muster, weiters in Unschärfen und in den schlichten Kolorismus von bemalten Holzbrettern. (Drehli Robnik) 

Orig. Titel
Das Glück
Jahr
1968 - 1973
Land
Österreich
Länge
1 min
Kategorie
Avantgarde/Kunst
Orig. Sprache
Kein Dialog
Downloads
Das Glück (Bild)
Das Glück (Bild)
Credits
Regie
Ernst Schmidt jr.
Verfügbare Formate
16 mm (Distributionskopie)
Bildformat
1:1,33
Tonformat
Stumm
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
Farbe
Digital File (prores, h264) (Distributionskopie)