Die kleine Maschine

Sara Suranyi, bekannt aus Schmidt jr.s 12 Uhr Mittags, The Merry Widow und Mein Begräbnis ein Erlebnis, heute als Sara Berger in Malerei und Fotografie aktiv, ist Mitgestalterin und Star dieses auf "Wien 1977" datierten One-Shot-Movie. Spielt die titelgebende Kleine Maschine auf die Vulvabehaarung an, deren Ansatz der Zip-Verschluss einer Jeanshose im Close-up rahmt? Nun, es geht nicht um Sexualität oder Akt(ionismus), sondern es geht in Richtung Technik: Der Zip ist kaputt, also nutzt Suranyi eine Sicherheitsnadel, um den Jeanshosenschlitz zu schließen. Und den Film. (In Suranyis/Bergers Werkliste firmiert dieser Film unter Die Sicherheitsnadel.) Beinah: Fehlen noch ihre zufrieden in die Hüften gestemmte Hände, eine Zufahrt (bis zur Unschärfe) auf die improvisierte Lösung des technischen Problems – ein Fall von Funktionieren durch poetisch abweichenden Gebrauch, fast schon eine "Wunschmaschine", eine kleine halt. Die Sicherheitsnadel kehrt als Applikation im Papier des Film-Endtitels "Ende – 1977" wieder: ein Hauch von Punk-Anfang. (Drehli Robnik) 

Orig. Titel
Die kleine Maschine
Jahr
1977
Land
Österreich
Länge
1 min
Kategorie
Avantgarde/Kunst
Orig. Sprache
Kein Dialog
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Credits
Regie
Ernst Schmidt jr.
Verfügbare Formate
16 mm (Distributionskopie)
Bildformat
1:1,33
Tonformat
Stumm
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
s/w
Digital File (prores, h264) (Distributionskopie)