3 Nächte
Drei viersekündige Sequenzen, interpunktiert durch Schwarzfilm. Nach – oder neben oder auf Basis von Drehs rund um – P.R.A.T.E.R. (1963-1966) sucht Ernst Schmidt jr.s Filmemachen einmal mehr den Wurstelprater auf. Doppelbelichtungen zeigen im Schnellschnitt Achterbahnen und andere Attraktionen dieses Wiener Vergnügungsparks, vielmehr: schmiegen sich diesen Lichtern, Bewegungen, Rhythmen noch mehr an als Film und Prater einander ohnehin schon nahe sind. Ein wenig wie das Kino, ist so ein Vergnügungspark (zumal wenn er alt und nicht zu sehr renoviert ist) ein zugleich durchgeplanter und kapitalisierter wie auch heterotoper und wirrer Raum der profanen Illumination. Ein Raum, der sich in Leuchtschriften deklariert: "Spielhalle", "Reise-Andenken". Spießbürger:innen durchqueren diesen Raum. Wie immer legt Schmidt jr.s Bild nahe, es und in ihm zu lesen. (Drehli Robnik)
3 Nächte
1973
Österreich
1 min